Zur Haltung des Vatikans zur Evolutionstheorie: Wissenschaft muss Beweise vorlegen

Zu der Meldung „Entschuldigung abgelehnt“ (DT vom 18. September): Zu Recht wird jede Weltentstehungstheorie, also auch Darwins Evolutionstheorie mit der Bibel und der kirchlichen Lehre als zunächst grundsätzlich vereinbar bezeichnet. Wir können Gott nicht vorschreiben, auf welche Weise er seine Schöpfung ins Werk setzt. Allerdings darf deswegen die eigentlich brisante Frage, ob nämlich die Evolutionstheorie naturwissenschaftlichen Maßstäben standhält, nicht übergangen werden. Es ist nämlich keineswegs so sicher, dass sie wirklich richtig ist, auch wenn das heutzutage fast jedermann „glaubt“. Noch ist sie Theorie. Eigentliche Beweise vom Anfang her fehlen. Es reicht nicht aus, rückwärtsblickend zu sagen: Es gibt doch die bunte Welt, also hat es funktioniert. Natürlich hat es „irgendwie“ funktioniert. Aber die Wissenschaft, will sie echte Naturwissenschaft sein, muss Beweise für die Einzelschritte vorlegen. An diesen aber hapert es gewaltig.

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