Zur Feier der Liturgie: Keinen eigenen Stempel aufdrücken

Frau Meißter schreibt in ihrem Leserbrief vom 15. März, sie habe an dem Gottesdienst des Senders K-TV „ablehnend“ teilgenommen. Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich sehe oft diese Eucharistiefeier mit hohem geistlichem Gewinn. Ich bin froh, dass es so etwas noch gibt. Der Priester vollzieht die heilige Handlung in der vorgeschriebenen Weise, ohne zu versuchen, ihr seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Das Konzil sagt: „Deshalb darf niemand sonst, auch wenn er Priester wäre, nach eigenem Gutdünken in der Liturgie etwas hinzufügen, wegnehmen oder ändern“. (SC Art. 22 § 1) Der Papst sagte in Österreich: „Wo immer man bei liturgischen Besinnungen nur darüber nachdenkt, wie man Liturgie attraktiv, interessant, schön machen kann, ist Liturgie schon verfallen. Entweder ist sie Opus Dei mit Gott als dem eigentlichen Subjekt oder sie ist es nicht“. Die hl. Messe ist eben keine Privatveranstaltung der Gemeinde, sondern Teilnahme an der Liturgie der Gesamtkirche. Frau Meißter vermisst den Kommunionempfang der Gläubigen. Hat sie nicht gesehen, dass der Priester vor seiner Kommunion den Speisekelch aus dem Tabernakel holte? Die Kommunion der anwesenden Gläubigen wird nicht gezeigt, dafür folgt eine Meditation vor dem Allerheiligsten, um den Zuschauern bei der geistigen Kommunion zu helfen.

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