Zur Debatte um wiederverheiratete Geschiedene: Keine Kritik aus der Gemeinde

Ich wundere mich über die vielen – freilich wertvollen und hochqualifizierten – Beiträge über die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zu Beichte und heiliger Kommunion. Ist diese Frage nicht schon längst entschieden?

Wenn ein gläubiger Katholik sich in seiner Zweitehe um ein christliches Leben bemüht und in der Pfarrgemeinde aktiv ist, kann er nach einem Gespräch mit dem Pfarrherrn und dessen Einverständnis zur heiligen Kommunion gehen, sofern in der Gemeinde kein Ärgernis entsteht. Ich weiß von zwei wiederverheirateten engagierten Frauen, die an der heiligen Kommunion teilnehmen. Niemals habe ich aus der Gemeinde eine diesbezügliche kritische Äußerung gehört. Natürlich kann man nicht generell für die Weltkirche einfach die Erlaubnis zum Sakramentenempfang erteilen, dazu ist die Unauflöslichkeit der Ehe ein zu heiliges Geheimnis. Aber bei einzelnen Personen gibt es eine Ausnahmeregelung, wenn diese es wünschen und die Bedingungen erfüllt sind.

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