Zur Debatte um „Amoris laetitia“: Barmherzigkeit ist nicht dasselbe wie Liebe

Zur anhaltenden Diskussion über „Amoris laetitia“: „Barmherzigkeit“ ist nicht das Gleiche wie „Liebe“. Das „Hauptgebot“ von Jesus ist aber: die Liebe! Jesus erwartet, dass sich alle Menschen vollkommen lieben – besonders zwei Verheiratete. Ehepaare versprechen bei der katholischen Trauung: „Ich will dich lieben, achten und ehren, alle Tage meines Lebens.“

Da gilt erstens das Wort von Jesus: „Euer Ja sei ein Ja!“ Dann gilt zweitens das Versprechen der Liebe, solange einer von beiden lebt. Eheleute können also nach einer Trennung (Scheidung) keine neue Verbindung eingehen, da Jesus will, dass sie das Tor der Liebe zu ihrem ersten Ehepartner offenhalten, solange einer von beiden liebt. Wer einer zweiten Verbindung Unterstützung gewährt, bestätigt, dass es in Ordnung ist, den ursprünglichen Ehepartner nicht mehr zu lieben. Das widerspricht aber Jesus, der Liebe absolut, bedingungslos und ohne Grenzen fordert. Jesus fordert, dass Liebe niemals beendet werden darf! Eine „zweite Verbindung“ zeigt, dass die Liebe zum ursprünglichen Ehepartner beendet ist. Liebe beenden ist unchristlich.

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