Zur Ausbreitung der Genderideologie: Kritikern den Rücken stärken

Dr. Rother hat in seinem Leserbrief (DT vom 31. März) ein Thema angesprochen, das meines Erachtens zu wenig diskutiert wird, die Genderideologie. Erst waren es die Frauen, die von der Unterdrückung durch den Mann befreit werden mussten, selbst dann, wenn diese Mann und Kinder herzlich liebten. Jetzt geht es eine Stufe weiter, die Kinder müssen umerzogen werden. Das würde man mit Abstimmungen wohl nicht erreichen, aber wozu hat man schließlich den Marsch durch die Institutionen angetreten. Von oben herab wird verordnet, wie nicht nur Biologie, sondern alle Fächer in den Schulen sich zu ändern haben. Den Kindern wird etwas aufgedrängt, was in ihrem Leben später einmal höchstens eine Randerscheinung sein wird. Altbekannte moralische Grundsätze werden infrage gestellt. Laut Lk 17 spricht Christus das warnende Wort „...Es wäre besser für ihn, man würde ihn mit einen Mühlstein um den Hals ins Meer werfen, als dass er einen von diesen Kleinen zum Bösen verführt.“

Das ist 2 000 Jahre lang gelehrt worden. Auch zu Ehe und Familie hat die Kirche feste Grundsätze. In Deutschland verkünden zurzeit etwa 200 Professoren ihren Studenten die Genderideologie. Eine profilierte Kritikerin ist Frau Birgit Kelle, Journalistin und Mutter von vier Kindern. Sie bekommt den Zorn der Betroffenen zu spüren: „...ich wünsche Ihnen die Hölle auf Erden“ und „für den Auftritt kommen Sie in die Hölle“. Hölle und Satan sind selbst in der Kirche eher ungebräuchlich geworden. Für Frau Kelle sind das noch nicht einmal die bösesten Beschimpfungen. Sollte einer solchen Frau nicht der Rücken gestärkt werden?

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16.09.2021, 13 Uhr
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