Zum Beitrag „Stille Rückkehr in den Vatikan“ : „Treulose Freunde“ steht da im Psalm

Zu dem „unerleuchteten Gerede“ (Zitat Guido Horst aus dem Beitrag „Stille Rückkehr in den Vatikan“ erschienen in der „Tagespost“ vom 4. Mai) eines katholischen Würdenträgers, der meinte, „Nun ist es wieder interessant, katholisch zu sein. Das haben wir Papst Franziskus zu verdanken“, und damit ganz nebenbei, aber wahrscheinlich ebenso gewollt, Papst Benedikt XVI. abkanzelte, sind mir gerade einige Verse aus Psalm 55 (54) eingefallen, die ich im Brevier am Mittwoch der zweiten Woche des Psalteriums betete. Dort heißt es unter der Überschrift „Treulose Freunde“: „Nicht mein Feind beschimpft mich, das würde ich ertragen; nicht ein Mann, der mich hasst, tritt frech gegen mich auf, vor ihm könnte ich mich verbergen. Nein, du bist es, ein Mensch aus meiner Umgebung, mein Freund, mein Vertrauter, mit dem ich, in Freundschaft verbunden, zum Haus Gottes gepilgert bin inmitten der Menschen.“

Möge der Schöpfer allen Seins und Geber aller guten Gaben unserem „Papa emeritus“ die Gnadenkraft schenken, solche Sottisen zu verzeihen!

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