Zum Beitrag „Mehr von den Familien lernen“: Kurz und klar auf den Punkt gebracht

Als 50 Jahre glücklich verheirateter Ehemann kann ich die Gedanken von Frau Monika Metternich in ihrem Artikel „Mehr von den Familien lernen“ in der DT vom 4. November nur bestätigen.

Vor allem gefällt mir, dass sie die katholische Sexualmoral mit den zwei Gesetzen: „Die Ehe ist unauflöslich“ und „Sexualität gehört in die Ehe“ kurz und klar auf den Punkt gebracht hat. Diese Gesetze werden sowohl von der Naturordnung, als auch der Vernunft, zum Beispiel im Hinblick auf die Würde des Menschen, aber auch dem Demografieproblem bestätigt. Sie stehen allerdings dem Zeitgeist entgegen, mit dem in manchen Medien, Unternehmen, aber auch Parteien um des Profits oder Machtstrebens willen ein Recht auf sexuelle Freiheit propagiert wird. Eine solche „Freiheit“, die zulasten der Würde des Partners, eventuell von Kindern, aber auch der eigenen Person und letztlich der Gemeinschaft geht, ist keine echte Freiheit. Hierzu fällt mir der Aphorismus von Christian Morgenstern ein: „Und der ist nicht frei, der da will tun können, was er will, sondern der ist frei, der da wollen kann, was er tun soll.“

Die seit den späten 1960er Jahren verkündete moderne „Freiheit“ hat nach meinem Dafürhalten auch zu nicht weniger, sondern zu mehr gesellschaftlichen Problemen geführt. Die wirkliche sexuelle Freiheit ist nach meiner Erfahrung vielmehr die Frucht einer Charaktererziehung und Selbstzucht, wie sie eine echte Liebe und auch die Ehe verlangen, um das gegenseitige Schenken des anderen in der körperlichen Vereinigung voll und ganz erleben zu können.

Da diese Selbstzucht auch von den katholischen Geistlichen verlangt wird, können sie meines Erachtens sehr wohl „am besten zusammen mit erfahrenen Ehegatten“ Brautleute wie ihre Gemeinden über eine Sexualität beraten, die mit Gottes Hilfe eine wirklich glückliche Ehe wie glückliches Leben gelingen lässt.

Weitere Artikel
Themen & Autoren
Abonnements

Kirche