Zum Artikel „Die Abschaffung des Christentums“ von Bischof Rudolf Voderholzer: Verbiegen, bis es passt?: Die Tragik verwirrender Theologie

Dem Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer sei Dank, dass er den merkwürdigen Münchner Theologinnen- und Theologenkongress „Das Konzil eröffnen“ in der „Tagespost“ vom 23. Januar mutig und qualifiziert so „vorgeführt“ hat, wie man es selbst bei wichtigen Themen von unseren viel zu oft schweigenden Bischöfen – einschließlich Kardinal Marx – schon lange nicht mehr zu hoffen wagt. Glauben diese wirklich, sie könnten die Botschaft Jesu Christi glaubhaft und folgenlos so verbiegen, bis sie ihnen passt? Dank – wieder einmal! – auch an „Die Tagespost“, die diese Stellungnahme veröffentlicht hat.

Vielen Dank für den ausgezeichneten Beitrag von Bischof Rudolf Voderholzer in der „Tagespost“, der zeigt, wo die Tragik heutiger, oft glaubensverwirrender Theologie liegt.

Früher war die Treue zur Wahrheit des von Gott geoffenbarten überzeitlich gültigen Depositum fidei Grundlage der Theologie. Heute hat leider nur zu oft die Theologie das unwandelbare Evangelium verfügbar gemacht für „wissenschaftliche“ Forschung: zum Beispiel Auferstehung und Wunder in Frage gestellt und so die Bibel zerfleddert. Man hat dort vergessen, dass der Anfang aller Weisheit die Gottesfurcht ist, was sich auch darin zeigt, dass man von unseren Altären den Tabernakel verbannt hat, und der Blick der Gläubigen dem „Vorsteher“, der sie ansieht, zugewandt ist. So überrascht auch nicht, wenn man in der Predigt lernt, dass wir dankbar sein können, einen Glauben zu haben, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht – früher war das Gott.

Holen wir den Tabernakel mit dem Allerheiligsten zurück auf den Altar, dann wird die Liturgie wieder Zentrum unseres Glaubens (wie es im Konzil heißt) und der weithin verlorene Glaube an die Realpräsenz in der geweihten Hostie zurückkehren; und die Ehrfurcht vor Gott wird dazu führen, dass auch in der Theologie der Anfang aller Weisheit die Gottesfurcht ist, und so das von Gott geoffenbarte Evangelium wieder heilig ist.

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