Wallfahrt nach Santiago: Weihrauchfass, nicht Weihwasserkessel

Zum Beitrag „Kein Wettlauf, sondern eine spirituelle Übung“ (erschienen in „Die Tagespost“ vom 20. Juli): Da ich in den vergangenen Jahren auf vier verschiedenen Wegen durch Frankreich beziehungsweise Spanien auf dem Jakobsweg nach Santiago gegangen bin, interessieren mich immer wieder Ihre Beiträge zum Thema „Jakobsweg“. Allerdings fallen mir dann gleich auch eventuelle Fehler im Text auf.

In dem genannten Beitrag wird ein Ort „Piedrafieta auf über 1 000 Meter...“ erwähnt. Dabei wird es sich um den Ort „Pedrafita“ handeln, der in der Nähe von O Cebreiro liegt. Die Schreibweise ist also falsch.

Ein grober Fehler findet sich im letzten Abschnitt des Beitrags. Bei der mittäglichen Pilgermesse in der Kathedrale von Santiago schwingt kein Weihwasserkessel durch das Querschiff, sondern ein riesiges Weihrauchfass. Ansonsten entspricht der Beitrag ziemlich meinen vielen und verschiedenen Erfahrungen und Erlebnissen.

In diesem Zusammenhang kann ich noch von einem Erlebnis in Triacastela erzählen, das in Ihrem Text auch erwähnt wird. Am Christkönigsfest 2004 war ich dort und wollte die Abendmesse mitfeiern. Kurz vor 19 Uhr stand der Pfarrer – übrigens ein Amtsbruder von mir – im liturgischen Gewand mutterseelenallein in der Kirche. Er bat mich in die erste Bank. Da ich damals des Spanischen nicht mächtig war, gab er mir statt der Predigt ein Blatt mit deutschem Text. Bei der Gabenbereitung kam noch eine zweite Person. Das Vaterunser wurde lateinisch gesprochen. Nach der Messe, nach dem Pilgersegen (deutsch, englisch, spanisch), stellte sich heraus, dass der zweite Gottesdienstbesucher ein Redemptoristenpater aus Australien war. Weder Gemeindemitglieder noch andere „Pilger“ waren da!

Themen & Autoren

Kirche