Von Görlitz nach Augsburg: Bischof Konrad Zdarsa: Wir verlieren unseren Oberhirten nur ungern: Möge er ein Menschenkenner sein

Zum Beitrag „Schon immer ein Brückenbauer“ (DT vom 10. Juli): Regina Einig beschreibt in dem Artikel zur Ernennung des Görlitzer Bischofs Konrad Zdarsa zum Bischof von Augsburg vollkommen richtig Zdarsa als einen Bischof: „ ...der Mut mache zum Glauben und zum Leben in der Gemeinschaft des Volkes Gottes“. Nicht anders habe ich Bischof Zdarsa während seiner wohl zu kurzen Amtszeit in Görlitz kennen gelernt und erlebt. Getreu seinem Wahlspruch „ Er ist der Friede“ baute er tragende Brücken zum polnischen Nachbarn, führte die Ökumene zur evangelischen schlesischen Kirche vertrauensvoll fort. Doch der kleinen Diasporaherde des Bistums Görlitz, der deutsche Teil des ehemaligen Erzbistums Breslau, vermittelte er immer wieder durch seine Herzlichkeit Zuversicht, stärkte ganz bewusst kraftvoll das Vertrauen zur Kirche und gab ihr engen Zusammenhalt. Nur ungern verlieren wir unseren Oberhirten.

Man kann Bischof Zdarsa für seine Aufgabe in Augsburg nur von Herzen Gottes Beistand wünschen. Nach all dem, was vorgefallen ist, kommt Schwerstarbeit auf ihn zu. Möge er ein Menschenkenner sein, um zu spüren, wem er in den eigenen Reihen wirklich trauen kann.

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