Sollte es ein soziales Pflichtjahr geben?: Das wäre eine lobenswerte Regelung : Freiwillig „Ja“, verpflichtend „Nein“

Die Ablehnung eines sozialen Pflichtjahres für Heranwachsende im entsprechenden Alter durch die Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) enttäuscht mich (DT vom 4. Juni). Schließlich würden durch ein solches soziales Pflichtjahr junge Menschen in die Gesellschaft „hineinwachsen“ und lernen, soziale Verantwortung zu übernehmen. Vielfach würden auch Vorbehalte zwischen „Jung und Alt“ ausgeräumt werden. Auch könnten bei entsprechenden Regelungen die Heranwachsenden verantwortungsvoll wählen, ob sie statt eines sozialen Pflichtjahres freigestellt werden wollen, um freiwillig Wehrdienst abzuleisten oder sich für einen karitativen Auslandsdienst zu entscheiden. Eine solche Regelung käme nicht nur unserer Gesellschaft zugute, sondern wäre auch im christlichen Sinn lobenswert.

Ein soziales Pflicht(!)jahr wäre nun wirklich absurd. Erst „prügelt“ man unsere Kinder durch das G-8. Nur schnell fertig werden, heißt die Devise. Auch an der Uni wird wie blöd aufs Tempo gedrückt. Alles nur schnell, schnell. Und dann sollen sie ein soziales Pflichtjahr einschieben. Das wäre absurd. Freiwillig ist gut, aber keine Pflicht.

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