Politiker auf dem Katholikentag in Osnabrück: Klare Linie statt die Falschen hofieren

Im Leserbrief „Stirnrunzeln über Christian Wulff“ (DT vom 24. Mai) schreibt Pfr. Christian Kluczynski unter anderem „Über die Heiligkeit und Unauflöslichkeit der Ehe sollte auf Katholikentagen gesprochen werden – und keine Politiker hofiert werden, die diese Werte mit Füßen treten“. Dazu zitiere ich aus „Diener eurer Freude“ von Joseph Kardinal Ratzinger, unserem Papst Benedikt XVI. folgendes: „Die Urzelle alles menschlichen Miteinander ist die Familie. In ihr müssen die Grundbeziehungen des menschlichen Miteinander und so auch die Fähigkeit zur Gottesbeziehung erlernt werden. In ihr, nur von ihr her, kann das Miteinander der Liebe das Gegeneinander des Andersseins zu wahrer Gemeinsamkeit überwinden. In ihr müssen die Generationen sich verstehen lernen: An der Rettung der Familie hängt die Friedensfähigkeit eines Volkes. Wenn die Familie nicht mehr Mann und Frau, Alt und Jung zueinander vermittelt, verkehren sich die Grundbeziehungen der Menschen in einen Kampf aller gegen alle. Deswegen ist die Zuwendung der Väter zu den Söhnen die Voraussetzung für das Anfangen des messianischen Friedens. Und das Zerstören der Familien ist daher das sicherste Kennzeichen für den Antichrist, den Friedenszerstörer unter der Maske dessen, der Befreiung und Frieden bringt.“

Ist diese Aussage heute nicht horrende Wirklichkeit in unserem Land, siehe Glaubensschwund, Gottlosigkeit, Ehescheidungen en gros, eheloses Zusammenleben, Heiratserlaubnis für homosexuelle Partnerschaften, frühzeitige Verführung zum Sexismus, straffreies Töten ungeborener Kinder, dem schon Millionen zum Opfer gefallen sind und in die demographische Katastrophe führt, Stammzellgesetz (Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen) gelockert, gravierender Priestermangel, modernistische Liturgie und hochmütige Auflehnung gegen den Papst.

Themen & Autoren

Kirche

Papst in der Slowakei
Bratislava
In das reale Leben eintauchen Premium Inhalt
Die Pastoral muss kreativ begleiten und motivieren. In der Slowakei will die Kirche dafür den richtigen Weg finden. Papst Franziskus ermutigte bei seinem Besuch dazu. Ein Gastkommentar.
18.09.2021, 19 Uhr
Thomas Schumann