Ostern im Schnee – Oh je?: Das Geistliche muss in den Mittelpunkt

Ostern in Regen und Schnee! Na und? War das Fest ohne Frühlingszauber nicht ein Anstoß, über Ostern als geistliches Ereignis nachzudenken, das alles Natürliche weit überbietet?

Ich habe den Eindruck, dass gerade Ostern in Gefahr ist, verkannt zu werden. Der Karfreitag ist der Tag des Leidens und Sterbens Jesu und seiner Brüder und Schwestern, und Ostern ist das Fest des Lebens. Beide Aussagen sind richtig, können aber auch „leer“ bleiben. Die österliche Botschaft beinhaltet mehr! Erst in dem Glauben, dass der Kreuzestod Jesu ein Sühnetod war „zur Vergebung der Sünden“ (Mt 26, 28), kann die Auferstehung in ihrem vollen Gehalt erfasst werden, wird Ostern zu einem wirklichen Fest des Lebens, das den Keim der Ewigkeit in sich trägt.

In diesem Zusammenhang danke ich besonders für die Papstansprache „Christus, Arznei des Lebens“ in Ihrer Osterausgabe, in der sich der Papst des „vergessenen Sakramentes“ der Versöhnung annimmt. Es müsste in der Kirche als fortwährende Ostergabe des Herrn zu neuer Bedeutung gelangen.

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