Manfred Lütz über den Suizid von Robert Enke und die Krankheit Depression: Traurig, wenn man nicht helfen kann

Für den Artikel „Zu wenig Aufklärung über psychische Erkrankungen“ (erschienen in „Die Tagespost“ vom 14. November): – der Fall Robert Enke und die Krankheit Depression – möchte ich mich herzlich bedanken.

Der Psychiater und Bestsellerautor Manfred Lutz hat klargestellt, dass Robert Enke an einer der schwersten Form von phasenhaft auftretender Depression litt, als deren Folge sich zehn Prozent der erkrankten Menschen das Leben nehmen – dass Suizid sozusagen die Todesform ist, an der man infolge dieser Erkrankung stirbt.

Gerade auch mit Blick auf den Tagespostartikel vom 10. September 2009 „Selbstmord ist Sünde“ anlässlich des Welt-Suizidpräventionstages finde ich diese Herausstellung wichtig. Damit wird verdeutlicht, dass man einen solchen Suizid nicht unter der Perspektive der Sünde sehen kann und darf. Es ist tieftraurig, dass man in solchen Fällen menschlich nicht mehr helfen kann. Seine Ehefrau hatte in der Pressekonferenz unter anderem gesagt: „Das Schwere bestand darin, das Ganze nicht in die Öffentlichkeit zu tragen“. Er hatte Angst, seine Krankheit öffentlich zu machen und dies sicherlich aus gutem Grund in einer Gesellschaft, die in Kategorien von Leistung und Wettbewerb denkt.

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