Klaus Bergers „Bibelfälscher“: Exegese: Höchste Zeit, umzukehren : Wer die Bibel fälscht, zerstört den Glauben

Vielen Dank für die kundige Besprechung des Bibelfälscher-Buches von Klaus Berger. Eine hoch interessantes, aufschlussreiches Buch. Bergers Buch macht klar, was in der wissenschaftlichen Exegese in den letzten Jahrzehnten falsch gelaufen ist. Höchste Zeit, umzukehren.

Zur Diskussion um das Buch von Klaus Berger „Die Bibelfälscher“ (DT vom 12. Sept.): Professor Hoeres spricht in seinem Leserbrief (DT vom 17. Sept.) mit Recht von „Glaubenszerstörung“. Den Beweis dafür liefert die Einheitsübersetzung in der Anmerkung zu 1 Petr 3,19–20: „Die Überlieferung, dass Christus in das Reich des Todes hinabgestiegen sei und dort gepredigt habe, erscheint im Neuen Testament nur hier.“ Mit den Wörtchen „sei“ und „habe“ wird ganz klar die Glaubenswahrheit „hinabgestiegen in das Reich des Todes“ geleugnet.

Als Beweis für die Leugnung wird behauptet: „Die Überlieferung erscheint im Neuen Testament nur hier.“ Mit dieser Begründung müssten zum Beispiel auch die Hochzeit zu Kana und die Auferweckung des Lazarus, das Gleichnis vom barmherzigen Vater und Jesu großes Gerichtsgleichnis geleugnet werden; denn die stehen auch nur einmal in der Bibel. Aber auch die Behauptung „Die Überlieferung erscheint im Neuen Testament nur hier“ stimmt nicht. Wer Eph 4,9 im Urtext nachliest, wird eine andere Übersetzung finden als die der Einheitsübersetzung, nämlich nicht: „Wenn er aber hinaufstieg, was bedeutet dies anderes, als dass er auch zur Erde herabstieg?“, sondern: „Wenn er aber hinaufstieg, was bedeutet dies anderes, als dass er auch hinabgestiegen ist in die unteren Teile der Erde?“ Hier ist ganz klar Jesu Hinabstieg in das Reich des Todes angesprochen.

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