Kardinal Pells Verurteilung: Exzellente Recherche

Kardinal Pells Verurteilung

Zu „Kein Täter, sondern Sündenbock“ (DT vom 7.3.): Die exzellente Recherche von Frau Katrin Krips-Schmidt bezüglich der „Causa Pell“ hat mich sehr beeindruckt. Wenn man die letzten Monate die Hexenjagd auf Kardinal Pell verfolgt hat, ist man zwar über die Verurteilung am Ende des Tages nicht verwundert, aber es bleibt trotzdem unverständlich, dass dieselben Geschworenen, die noch im letzten Jahr zu keinem Urteil finden konnten, sich nun einstimmig gegen Kardinal Pell entschieden haben.

Auch in der amerikanische Presse ist bereits letztes Jahr ein interessanter Artikel des renommierten Journalisten Georg Weigl, der von der Unschuld von Kardinal Pell ausgeht, erschienen.

Selbstverständlich weiß keiner von uns, ob Georg Pell schuldig oder unschuldig ist, aber die objektiven Fakten sprechen wohl eher für ihn, und es gilt der Grundsatz „in dubio pro reo“, solange jemand nicht rechtskräftig verurteilt ist. Dies gilt jedoch erst, wenn die Prozessverhandlungen in letzter Instanz abgeschlossen sind.

Es besteht also noch Hoffnung, dass die australischen Gerichte das erstinstanzliche Urteil aufheben.

Allen Tagespostlesern, denen es ein Anliegen ist, dass Kardinal Pell nicht nur eine faire Gerichtsverhandlung erhält, sondern auch sein öffentliches Ansehen nicht voreilig nachhaltig beschädigt wird, lege ich ans Herz, sich an einer Petition zu Gunsten von Kardinal Pell zu beteiligen, die an das australische Appellationsgericht adressiert ist und welche Sie im Internet recherchieren können.

Theodor Kohl, per Mail

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