Interview der KAB-Bundesvorsitzenden Birgit Zenker: Verteilungsmentalität der Wohlfahrtsprofis

Die Bundesvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), Birgit Zenker, fordert im Interview eine gerechtere Sozialpolitik (DT vom 30. September). Es stünde der KAB-Chefin gut an zu verinnerlichen, dass sie jeden Euro, den sie zu verteilen gedenkt, erst einmal ihrem Nachbarn, ihrer Freundin, ihrem Gegenüber aus der Tasche hat ziehen müssen. Und was ist denn – in Heller und Pfenning – „Verteilungsgerechtigkeit“, dieses undefinierte Schlagwort aus dem Sammelsurium der Linken, was ist „gerechtere Sozialpolitik“? Wer mag diese Steigerung bloß erfunden haben?

Wer nicht für sich selber sorgen kann, dem ist materielle und ganz besonders ideelle Hilfe zu geben, dass er es wieder kann – nicht eine Staatspension. Generationen von Leistungsempfängern beweisen, dass es eben der falsche Ansatz ist, diese Verteilungsmentalität der Wohlfahrtsprofessionellen, die so gerne von „sozial Benachteiligten“ (von wem eigentlich?) sprechen. Und nicht zuzulassen ist es, Verteilungswut im Mantel der Familienpolitik zu verstecken.

Gott behüte uns vor den Gutmenschen, die innerlich reisende Neo-Sozialisten sind! Klingt denn niemandem mehr Adenauers „Wir aber haben die Freiheit gewählt!“ in den Ohren?

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