Gründe für Geburtenrückgang: Abtreibung nicht übersehen

Sie bringen ein Interview mit dem Bevölkerungswissenschaftler der Uni Bamberg, Professor Josef Schmid (DT vom 23. August). Im dritten Absatz nannte er für den Geburtenrückgang in den siebziger Jahren die Zunahme der Arbeitstätigkeit der Frau und die Akademisierung. Doch das stimmt nur zu einem kleinen Teil. Der Hauptgrund für den Geburtenrückgang ist die damalige Legalisierung der Abtreibung.

Die Krankenkassen hatten einmal die Abtreibungszahlen überprüft und dabei festgestellt, dass bei rund 130 000 gemeldeten Abtreibungen die Krankenkassen rund 300 000 Abtreibungen bezahlt hatten. Und daran hat sich wohl kaum etwas geändert, da die Zahl der gemeldeten Abtreibungen von rund 125 000 bis 130 000 etwa konstant ist.

Wenn wir demnach die rund 300 000 abgetriebenen Kinder auf heute hochrechnen, wären das rund zehn Millionen junger Menschen, von denen etwa die Hälfte im berufsfähigen Alter wären. Da hätten sich Politik und Wirtschaft etwas einfallen lassen müssen, für diese jungen Leute Arbeitsplätze anzubieten, und wir wären kein Einwanderungsland und bräuchten keine Green-Cards.

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