Glaubenswissen verdunstet: Ein Beispiel aus Los Angeles

Das Glaubenswissen verdunstet: Würde man beispielsweise zehn Katholiken die Frage stellen, was sich während des heiligen Messopfers auf katholischen Altären zwischen Himmel und Erde ereignet, so würde man vielleicht von einem Drittel der Befragten erfahren, wie es mit dem Glaubenswissen bestellt ist. „Was man nicht oder zu wenig kennt, kann man nicht lieben.“

In einer Pfarrei des Großraums Los Angeles konnten wir uns an der Art und Weise erfreuen, wie dort von einem spätberufenen Priester die sonntägliche Predigt gestaltet wurde. Statt vom Ambo her zog es den Hirten in den Mittelgang, um seine Herde auch durch Fragen an den Einzelnen in die Botschaft des Evangeliums einzuführen. Die damit verbundenen Erklärungen und Auslegung der heiligen Schrift, zuweilen auch mit etwas Humor, wurden von den Gläubigen dankend angenommen.

Könnte dieses Beispiel nicht ein Hinweis sein, gewissermaßen in Tuchfühlung mit den Gläubigen, das elementare Glaubenswissen in den Herzen und im Denken katholischer Christen zu mehren, um unsere Kirche mit Überzeugung zu vertreten. Dadurch ist dem Katholiken eher die Möglichkeit gegeben, dem Unverstand der Welt, der meist schon in der eigenen Familie zu finden ist, zu begegnen.

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