Glaubensschwund, Fatima und der Religionsunterricht: Glaube lernt man durch Vorbilder

Zu „Glaubensschwund bereitet größte Sorge“ von Weihbischof Dick (DT vom 14. September): Das größte Problem der letzten 100 Jahre ist der massive Glaubensabfall. Daher hat die Muttergottes bereits 1917 in Fatima die Seherkinder gebeten, täglich den Rosenkranz zu beten und alle Leiden aufzuopfern für die Bekehrung der Sünder. Die Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens wurde von Papst Benedikt den Gläubigen ans Herz gelegt.

Papst Franziskus hat das Jahr der Barmherzigkeit ausgerufen und in jeder großen Stadt eine Heilige Pforte einrichten lassen, damit alle Sünder, die sich bekehren wollen, in der Nähe einen Ort finden, wo ihnen die Vergebung der Sünden geschenkt wird.

Das zweite große Problem sehe ich im miserablen Religionsunterricht an den Schulen. In einem bayerischen Landschulheim hatte meine damals 15-jährige Schwägerin einen Religionslehrer, der aus der Kirche ausgetreten war, nur auf den Papst schimpfte und die gesamte Kirche als veraltet bezeichnete. Als ich mich bei unserem Pfarrer beschweren wollte, sagte der nur milde: Was wollen Sie denn, wir haben ja niemanden. Geben Sie doch Religionsunterricht!" Und seit Schüler bereits selbst entscheiden können, ob sie Religion oder Ethikunterricht wählen wollen, die Eltern nicht einmal zustimmen müssen, ist es kaum mehr möglich, ein solides Fundament für die großen Entscheidungen des Lebens (Liebe zu Jesus und den Mitmenschen, Ehe, Kinder, Ehrfurcht vor der Schöpfung) zu legen.

Das Wichtigste zuletzt: Glauben, Hoffnung und selbstlose Liebe lernt jeder junge Mensch am besten und leichtesten von Vorbildern. Wer diese noch in der Eltern- oder Großelterngeneration findet, ist wahrhaftig gesegnet.

Weitere Artikel
Themen & Autoren
Abonnements

Kirche