Gibt es eine Überbevölkerung?: Gottvertrauen statt Hysterie

Gibt es eine Überbevölkerung?

In einer Leserbrief-Kritik eines Artikels von Jürgen Liminski („Muttererde statt Mutter sein“, 07.02) singt Thomas Brog (DT vom 14.3.) das hohe Lied der drohenden Überbevölkerung der Erde. Diese Behauptungen können nicht unbeantwortet bleiben. Bereits 1968 hat der Stanford-Professor Paul Ehrlich in seinem alarmistischen Buch „Die Bevölkerungsbombe“ (1968) schreckliche Überbevölkerungs-bedingte Hungersnöte für die 1980er Jahre vorausgesagt. Diese sind bekanntermaßen ausgeblieben. Die Vereinten Nationen schätzen, dass die Weltbevölkerung von heute sieben Milliarden auf etwas mehr als neun Milliarden ansteigen und dann wieder steil abfallen wird. Zudem schätzt die UN, dass im Jahr 2015 in keinem Land der Welt außer Sambia die Geburtenrate die „Ersatzrate“ von 2,1 Kinder pro Frau, die zur Aufrechterhaltung einer stabilen Bevölkerungszahl benötigt wird, übersteigen wird. So ist die wahre Gefahr für die Menschheit nicht die Überbevölkerung, sondern die Überalterung und der Bevölkerungsschwund, wie Darrell Bricker und John Ibbitson in ihrem neuen Buch „The Empty Planet. The Shock of Global Population Decline“ eindrucksvoll darlegen. Tief in gläubige katholische Kreise hinein scheint sich das Propaganda der Öko-Lobby eingefräst zu haben, leider angefacht von hohen und sehr hohen Mitgliedern der Hierarchie unserer Kirche. Etwas mehr Gottvertrauen und etwas weniger Hysterie wäre angebracht.

Prof. Dr. Paul Cullen, Münster

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