Familientreffen in Verona: Das nächste Mal bin ich dabei

Familientreffen in Verona

Zu „In die Mühlen der Politik geraten“ (DT vom 4. April): Nach der Lektüre dieses Artikels steht mein Entschluss fest: Beim nächsten Familienkongress werde ich – koste es, was es wolle – wieder dabei sein und mir ein eigenes Bild machen. Ich hätte mich gefreut, in der von mir geschätzten „Tagespost“ neben dem allseits bereits bekannten Ort sowie der Auflistung der ebenfalls bekannten Namen der Veranstalter etwas über deren Motivation, ihrem Engagement, die hervorragende Inhalte der gehaltenen Vorträge und Lösungsvorschläge für die Zukunft der Familie zu erfahren. Gerne hätte ich im Nachhinein auch ein wenig von dem Ambiente, der Aufbruchsstimmung und auch von dem anwachsenden Zulauf für dieses Kernthema geschnuppert.

Anstatt dessen wird über ein lesbisches, im Sonnenschein kicherndes Paar berichtet, das ebenso wie „Pro choice“-Vertreter und Gay-Lobbys friedlich und freudig an der Gegenveranstaltung teilnimmt, sowie über zwei ältere, nicht ganz so freundliche diskutierende Damen, die offenbar Teilnehmerinnen sind. Die Erstgenannten sind offensichtlich so friedlich und so hochgestimmt, dass es einer wiederholten Erwähnung wert ist; die Teilnehmer des „Marsch für die Familie“ werden zwar auch als sehr friedlich, jedoch auch als „sehr katholisch“ beschrieben, wie Herr Horst schreibt. Die negative Konnotation ist kaum zu überlesen.

Und noch etwas: Die Bebilderung erinnert mich an die Bebilderung bei der Berichterstattung über den internationalen Kongress für Großfamilien 2014 in Moskau, allerdings toppt sie die der Moskauer Zeitungen: Auch hier wurde nicht eine einzige Familie abgelichtet; zu sehen waren religiöse Kirchenhäupter und Funktionäre – in Ihrer Zeitung wird den Gegnern der natürlichen Familie sogar ein Forum geschenkt. Das hat mich sehr erstaunt.

Maria Elisabeth Schmidt,

Kaarst

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