Erlebnisse, Eindrücke, Reaktionen auf den Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland und die Berichterstattung der „Tagespost“ über dieses historische Ereignis: Tiefsinnige Ansprachen unbedingt nachlesen: Sie treffen die richtigen Worte: He

Ich kann nur hoffen, dass junge Menschen neugierig geworden sind und sich die Mühe machen, die Reden des Papstes zu studieren. Denn sie sind es wert, intensiv und immer wieder gelesen zu werden und die üblichen Massenmedien bringen das einfach nicht. Da der Heiliger Vater und seine Mitarbeiter „Tagespost“ lesen: Danke für Ihren Besuch, Heiliger Vater! Sie alle haben das prima gemacht. Hoffentlich schenkt uns Gott noch ein langes Pontifikat mit Ihnen. Er möge Ihnen dazu Kraft und Freude geben.

Stefan Munz, 68169 Mannheim

Zur Berichterstattung der „Tagespost“ zum Besuch des Heiligen Vaters in Deutschland: Wieder bedanke ich mich bei Ihnen für die herausragenden Veröffentlichung zum Papstbesuch von Benedikt XVI. Sie treffen die richtigen Worte!

Herzlich möchte ich mich bei der Redaktion der „Tagespost“ für die herausragende Berichterstattung rund um den Papstbesuch in Deutschland bedanken. Das fing mit dem „Forum“ zur Papstreise an. Eine Seite besser als die andere. Interviews und Beiträge, die man nirgendwo sonst findet. Alles auf hohem, was sage ich, auf höchstem Niveau. Hochinteressante Gesprächspartner: Kardinal Cordes, Kardinal Brandmüller, Erzbischof Woelki und tief gehende, richtungsweisende Gespräche. Diese Sonderseiten muss man sich aufheben. Ein besonderer Dank gilt dabei Kardinal Cordes, für seine mutigen Worte im Blick auf die Situation der Kirche in Deutschland.

Was Sie dann während des Papstbesuches gebracht haben, hat nahtlos an das brillante „Forum“ angeknüpft. Reportagen, Dokumente, Kommentierung, einfach großartig! Dabei wurde stets mit Papst und Kirche gedacht. Wenn ich sehe, was sonst so gedruckt und gesendet wurde, weiß ich, dass die „Tagespost“ mehr denn je gebraucht wird. Die katholische Stimme der „Tagespost“ ist unersetzlich.

Nun orakeln sie wieder wie bereits vor dem Besuch des Heiligen Vaters. Was mag bleiben, was an all den vielen Problemen innerhalb der Kirche ist nicht „aufgearbeitet“ worden? Sie, die immer und immer wieder nach Problemen fragen, immer und immer aufs Neue nach dem „Unkraut“ in der Kirche suchen und dabei ihr Herz verschlossen hielten, diese Problemsucher und Pessimisten und die vom Feuer des Glaubens Wegschauenden, haben die Reise des Papstes nicht mit-erlebt. Sie haben auch seine Worte nicht verstanden, da sie dem Papst jenen „Vorschuss an Sympathie“ verweigerten, „ohne den es kein Verstehen gibt“, wie der Papst in seinem Vorwort zu seinem Jesusbuch Band I schreibt. In unserer Gesellschaft aber mangelt es an diesem Zuhören-Wollen, wie das schäbige Verhalten der abwesenden Parlamentarier zeigt.

Darum lasst uns in Gemeinsamkeit die Freude wahrnehmen und in unser Herz einlassen an der Generation Benedikt, die wissend und glaubend ihre Lebensrichtung gefunden hat, in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten, Kraft gebend im Alltag, wo dann wieder die Spötter und Zyniker aber auch die Neider auftreten. Der Papst hat ihnen Worte eines nicht verwässerten Glaubens geschenkt, der nicht nur kultureller, protestantischer Wohlfühlglaube ist, sondern in seiner Einheit von Glaube und Vernunft eine wahrhaftige Freude entzündet, die die Wahrheit bezeugt. Nur dort, wo Gemeinschaft mit und in der Kirche ist, kann der Glaube nicht „verwässern“. Die Jugendlichen von Freiburg, aber auch die 70 000 im Olympiastadion und die 60 000 im Eichsfeld konnten ihre Freude zeigen, weil sie wahrhaft eins waren mit diesem Papst, der das „Unkraut“ in der Kirche nicht verheimlicht, aber mit seiner Klarheit und „Entweltlichung“ eine wahre Alternative zur „Kultur der flüchtigen Moderne“ aufzeigt, wie der polnische Philosoph Zygmund Baumann das durch Konsum und Drogen beschädigte Leben vieler Jugendlicher beschreibt.

Deswegen: „Ihr seid das Licht der Welt“, „im Glanz so vieler junger Menschen, die an Christus glauben“ erscheint das „Leuchten der Hoffnung“ der Jugend, die nicht verborgen bleibt. Wie Benedikt in seiner Enzyklika „spes salvi“ – auf Hoffnung hin gerettet – ausführt, lebt der, der Hoffnung hat, anders, „ihm ist ein neues Leben geschenkt“. Die Freude der Teilnehmer an den Messen mit dem Papst gibt wahrhaft Hoffnung und damit Kraft. Und Freude ist eine Kraft, die gegen das Negative und damit das Böse in der Welt eine unhintergehbare Hoffnung darstellt.

Diese Freude war es, die – wieder mal! – „alle überrascht“ hat, die nicht reinpasste in die offiziell angekündigten und dann jämmerlich bedeutungslosen Proteste, diese Freude, die offenbar bereits schon immer in den Herzen der Menschen ein Zuhause hatte und sich nun angesichts des Papstes entzünden ließ.

Diese erlebte Freude wird es auch sein, die den Papst in seinem Bemühen stärken wird, die „Entweltlichung“ der Kirche zu fördern. Die Freiheit, in die Gott den Menschen gesetzt hat, wird dann auch die inneren Probleme bewältigen. Glaube und Freude am Glauben sind heute wie zu aller Zeit ein Skandal. Darum ist die Freude der Tage des Papstbesuchs so wichtig, um das Licht in die Welt zu tragen. Die Jugendlichen dieser Tage sind die große Hoffnung, denn auch der Papst sagte: „ Ich habe mich den ganzen Tag auf diesen Abend gefreut, hier mit euch zusammen zu sein....“ Er weiß wohl, wo die Zukunft zu finden ist, bei Gott und bei der Jugend.

Mit großer Freude sind wir am Samstag mit unseren zwei großen Jungs (13 und 15) nach Freiburg aufgebrochen, um an der Jugendvigil teilzunehmen. Schon um 15.00 Uhr waren wir auf dem Platz, um möglichst nah dabei zu sein. Nun folgten vier Stunden Warten auf den Papst, aber wir hofften, dass die Zeit schnell vorbeigehen würde, denn es war ein Vorprogramm angekündigt. Dann begannen drei schreckliche Stunden. Es hätte ein Fest des Glaubens werden können. Es hätte eine Einstimmung auf den großen Augenblick werden können, damit wir die Worte des Papstes gut hätten aufnehmen können. Es wäre eine wunderbare Möglichkeit gewesen, junge Leute Zeugnis von ihrem Glauben geben zu lassen, ihrem Glauben an einen lebendigen Gott. Vertan, total vertan.

Statt dessen ein 08/15 Programm, Radio-Moderatoren, nett aber leider ohne Ahnung. Eine Band, die ständig für ihre CD's Werbung gemacht hat. Ganz witzig das Trommeln – das war ganz O.K. – aber warum mussten die Klatschstangen rot und grün sein? Erste ungute Gefühle machten sich breit. Warum waren sie nicht gelb- weiß? Schließlich Zeugnisse von Jugendlichen, ganz nett, aber Gott – Fehlanzeige. Dann die bodenlose Unverschämtheit. Vorgefertigte, suggestive Fragen wurden den Jugendlichen zur Abstimmung vorgelegt. Komplexe Themen, die man nicht mit Ja, oder Nein beantworten kann. Egal! Wir fragen mal ab, die Presse ist gerade da, alle Bischöfe sind da. Die sollen das ja auch sehen, was die Jugend denkt. Wut, Zorn, Traurigkeit, Entsetzen mischten sich wieder mit Wut, Zorn. Dann wieder Beschallung....

Endlich, 15 Minuten vor der Vigil, man lässt uns in Ruhe! So etwas wie gute Stimmung kommt auf, einige Jugendliche singen: „Jesus Christ, you are my life!“ Benedetto-Rufe werden laut. Ein bisschen WJT-Stimmung kommt auf. Gestaltung des Vorprogramms völlig an der Zielgruppe vorbei, als hätten die Organisatoren gedacht: „Es kann nicht sein was nicht sein darf!“ Der Papst kommt, endlich, Erlösung! Nun wird es wundervoll. Aber ein schaler Beigeschmack bleibt. Jetzt geht es auf einmal fromm? Warum ging das eben nicht, ist das nicht geheuchelt? Eben die Jugend, so wie sie halt ist, etwas anderes kann man denen nicht zumuten, aber vor dem Papst wollen wir uns nicht blamieren! Machen wir halt das, was er hören will. Auf dem T-Shirt des Vertreters des BDKJ steht demokratisch. Demokratisch heißt für den BDKJ wohl, alles das was sie für richtig halten. Es sind offensichtlich keine Vertreter der geistlichen Gemeinschaften gefragt worden. Sehr demokratisch, wirklich. Die Vertreterin der KJG lernt dort Verantwortung für ihr Handeln vor sich und anderen zu übernehmen. Oh, nicht vor Gott? Die drei Stunden Vorprogramm haben ihre Spuren hinterlassen.

Wir kennen nicht so viele Leute, aber hätte man „nur“ uns gefragt, wir hätten einige Menschen gewusst, die tolle Zeugnisse hätten abgeben können, es gibt sehr gute und rockige Lobpreisbands, die sicher gut angekommen wären, wir hätten junge, spritzige Moderatoren gekannt, die das hätten moderieren können. Wut macht sich breit und die Frage, wer das organisiert hat.

Wer ist dafür verantwortlich? Ich schaue zu den Bischöfen und denke: „Schaut euch das an, was ihr seit Jahren laufen lasst. Schaut, wohin das Kirchensteuergeld fließt. Das ist auch Eure Verantwortung.“ 30 000 Jugendliche, eine unglaubliche Chance. Viele Stunden versuchen wir ehrenamtlich, gute Angebote für Kinder und Jugendliche in unserer Gemeinde zu machen, manchmal kommen drei, manchmal zwanzig, dann sind wir schon überglücklich. Hier kommen 30 000! – Noch am Samstag haben wir darüber gesprochen, dass die Kirchensteuer abgeschafft gehört, am Sonntag sprach der Papst davon. Wir haben, gesehen, warum das notwendig ist.

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