„Donum Vitae“: Das Gewissen und die Wahrheit: Das erinnert mich an Bischof Dyba

Der Beitrag „Das Gewissen ist nur der Wahrheit verpflichtet“ (DT vom 20. August), in dem auch die Bischofskonferenzen angesprochen werden, hat mich doch sehr nachdenklich gemacht und mich an die ständigen Auseinandersetzungen mit Herrn Bischof Dyba, Fulda, in den Jahren seit circa 1990 bezüglich des nichtkatholischen Vereins „Donum Vitae“ erinnert. Schon damals dürfte bei diesen Auseinandersetzungen das Gewissen auf der Strecke geblieben und die Wahrheit von Bischof Dyba vergeblich angemahnt worden sein. Denn dieser Verein wird offenbar heute noch stillschweigend geduldet. Wie könnte es sonst sein, dass der Verein „Donum Vitae“ neben der von der Kongregation für die Glaubenslehre herausgegebenen Instruktion „Donum vitae“ vom 20. Juli 1987 unangefochten bestehen kann. In der bürgerlichen Gesellschaft kenne ich keinen solchen Fall. Im Gegenteil, mit Hilfe der Gerichte würde diese Namensgleichheit umgehend untersagt.

„Donum Vitae“ und „Donum vitae“, auf deutsch: „Geschenk des Lebens“ verfolgt in beiden Fällen unterschiedliche Ziele. Die Instruktion der Kongregation ist grundsätzlich gegen die Tötung (Abtreibung) menschlichen Lebens gerichtet. Der Verein dagegen überlässt es der schwangeren Frau, ob sie ihr Kind nach erfolgter Beratung abtreiben lassen will, indem ihr ein Schein über die erfolgte Beratung ausgehändigt wird, der zur straffreien Tötung des Kindes berechtigt.

All dies ist unseren Bischöfen bekannt, auch, dass das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) sich überwiegend hinter den Verein „Donum Vitae“ stellt, das diesen Verein als Herausforderung gegen die päpstliche Instruktion ja selbst gegründet hat.

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