Diskussion um die Judenmission: Anderswo ist es viel notwendiger

Zum Leserbrief von Jose Sarafana aus Montesson „Es gibt doch nur einen Teich“ (DT vom 30. September): Herr Sarafana zitiert Kardinal Kasper, der sagt: „Wir fischen nicht in einem fremden Teich“ und der damit ausdrückt, dass es keine Missionsbemühungen gegenüber Anglikanern geben darf, gegenüber Orthodoxen und Juden. Bei letzterem bin ich nicht sicher, ob dem so ist. Ich will nicht hoffen, dass es keine Missionsbemühungen gegenüber Nichtchristen geben soll, denn wir haben einen Missionsbefehl in der Bibel.

Aber: Bei den Juden liegt das ja etwas anders und da hat jeder recht, der in dieser Richtung keine Missionsbemühungen unternimmt. Sie haben ihren Glauben! Verstehe ich es recht, dass Herr Sarafana der Meinung ist, dass auch Juden missioniert werden sollen, wie „früher in der katholischen Kirche gelehrt worden ist“? Nun, da bin ich froh, dass „Früher“ vorbei ist. Ich kann es nicht verstehen, dass solche Thesen immer wieder und immer noch vertreten werden und akzeptiere Judenmission weder aus theologischen noch aus historischen Gründen.

Missionseifer in allen Ehren. Deutschland zum Beispiel ist ein Missionsland geworden. Wir haben hier Millionen Atheisten und Konsum-Materialisten, die glauben an gar nichts! Ich könnte in Ostdeutschland ganze Landstriche nennen, die missioniert gehören. Wie wäre es, erst einmal damit anzufangen? Oder mit denen, die nur auf dem Papier zur Kirche gehören? Es gibt viel zu fischen.... Petri Heil!

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