Die neue Familienministerin und der Streit um das Betreuungsgeld: Beherzter Einsatz ist gefragt: Den Nagel auf den Kopf getroffen

Das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld für Familien, die ihre Kinder zuhause erziehen, wird leider auch aus der Union heraus bekämpft und schlechtgeredet (DT vom 10. Dezember). Die in diesem Zusammenhang verbreitete bodenlose Unterstellung, das Betreuungsgeld für diese Familien werde größtenteils verjubelt und nicht für die Bildung der Kinder eingesetzt, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Einstellung dieser Politiker und Journalisten gegenüber der christlichen Familie.

Das Betreuungsgeld ist in Wahrheit ein Prüfstein für die Glaubwürdigkeit der Familienpolitiker der Union. Dass die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer für das Betreuungsgeld in die Offensive geht, zeigt an, aus welchem Holz diese Christdemokratin geschnitzt ist. Hut ab vor einer Politikerin, die sich nicht ins Bockshorn jagen lässt, wenn es gilt, christliche Grundwerte praktisch und mit Mut zu verteidigen.

Christdemokratische und christsoziale Politiker, die stets laut auf die ethischen Fundamente ihrer Parteien pochen, müssen jetzt Farbe bekennen und sich auf die Seite der beherzten Sozialministerin stellen. Wenn das geschieht, hat das Betreuungsgeld eine sehr gute Chance.

Jürgen Liminski trifft wirklich „den Nagel auf den Kopf“. Seinem Beitrag in der „Tagespost“ vom 3. Dezember nur neuen Familienministerin Köhler kann man nur zustimmen. Er weiß als kinderreicher Familienvater, wo die Schwerpunkte zu setzen sind.

Wie er schreibt, hat Frau Köhler gesagt, dass sie „Lust auf Familie“ habe. Ihre momentane Lebensführung straft aber diese Aussage Lüge. Als Ministerin hat sie ja Vorbildfunktion und sollte gerade als CDU-Mitglied jungen Menschen ein Leben vorleben, das dem „C“ entspricht. Dass sie auch den gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften positiv gegenübersteht, lässt allerdings wenig auf eine christliche Einstellung schließen.

Was stellt sich Frau Merkel unter einer Familienministerin vor? – Jedenfalls kann eine 32-jährige Frau, die in Familienfragen ein unbeschriebenes Blatt ist, in diesem Ressort nicht die an sie gestellten Forderungen erbringen.

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