Die Afrika-Reise des Papstes und die Kondom-Debatte: Heuchelei der Europäer

Schon Papst Paul VI. musste als „Pillen-Paul“ unter den Verleumdungen der damals noch nicht so genannten „Gutmenschen“ leiden. Anlässlich seiner Afrika-Reise hat Papst Benedikt XVI. nicht nur die Bevölkerung dieses Kontinents davor gewarnt, dass Kondome das dramatische Aids-Problem niemals werden beheben können (DT vom 21. März 2009). Und schon reißt der Pöbel in den Medien und auf der Straße in bewusster Fehlinterpretation abermals sein Maul auf. Dabei wollte der Papst nur klarmachen, dass das große Aids-Problem nur mit Abstinenz vor und Treue in der Ehe angegangen werden kann. Kondomnutzung bei Beibehaltung des promiskuitiven Lebenswandels ist Augenwischerei. Das Gros der afrikanischen Männer hat bis zu vier Geschlechtspartnerinnen. Wer wundert sich denn da noch über grassierende Geschlechtskrankheiten? Aber welcher arrogante Europäer gibt denn schon gerne zu, dass man selbst und die um einen herum mehr oder weniger alle Opfer gescheiterter Beziehungen und Lebensphilosophien ist. Da fällt es diesen Heuchlern natürlich leichter, den Fehler jemand anderem in die Schuhe zu schieben: Der katholischen Kirche und deren oberstem Chef, dem Papst. Das ist einfacher, als sich einmal ernsthaft Gedanken über den eigenen und der „Mit“-Menschen Lebenswandel zu machen. Den Menschen unterscheidet vom Tier: „Nein“ sagen zu können!

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