Bundestagswahl: Können die Kleinen zusammenarbeiten?: Völlig unrealistische Vorschläge

„Können die Kleinen zusammenarbeiten“, fragt Alfons Fendt in seinem Leserbrief vom 6. August. Die kleinen Parteien können sich nicht zusammentun. Weshalb? Weil ihnen die einigende Größe eines Konrad Adenauer fehlt! Er hatte seinerzeit die vielen Splitterparteien zur CDU vereinigt, genannt: Christlich Demokratische Union. Sie hat bis heute großen Einfluss in Deutschland. Deshalb frage ich mich, wer von diesen „ratgebenden“ Leserbriefschreibern kennt denn überhaupt unser demokratisches Procedere? Wer von ihnen war im Vorfeld bei den öffentlichen Kandidatenvorstellungen der CDU überhaupt dabei? Meine Frau und ich waren es. Erst danach, auf dem folgenden Kreisparteitag nämlich, beginnt die Auswahl eines Bundestagskandidaten. Dort hat man echten Einfluss mit seinem Wahlzettel, wer von ihnen Chancen hat, für den Bundestag zu kandidieren.

Kurz vor unserer Bundestagswahl völlig unrealistische Vorschläge zu machen, ist total verfehlt, sie schaden der CDU nur. Überzeugte Christen sollten sich vielmehr vorher in der großen Partei CDU zu Wort melden, vor Ort auch Verantwortung übernehmen und sich in Funktionen wählen lassen. Nur so funktioniert das in unserem demokratischen Deutschland. Denn Kandidaten der unendlich vielen Splitterparteien, das hatte Adenauer bereits erkannt, hatten keinerlei Chancen, in den Bundestag einzuziehen. Sie stehlen heute der CDU nur die minimalen, aber entscheidenden Prozentpunkte für ihre Mehrheit im Bundestag.

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