Bischof Overbeck im Interview: Wieder eine klare Position

Über die Aussagen von Essens Bischof Franz-Josef Overbeck in dem Interview mit ihm „Ich werde nicht am Zölibat rütteln“ (DT vom 10. Juni) habe ich mich sehr gefreut und möchte Ihm hiermit Dank aussprechen für seine offene Stellungnahme. Wo sich so viele Hirten und Oberhirten verstecken, stumm bleiben, ja mit Äußerungen für Verunsicherungen sorgen, nach dem mutigen Zeugnis in der ARD-Sendung „Anne Will“, wieder eine klare Position von Bischof Franz-Josef Overbeck, der in schwierigen Zeiten das Bistum Essen übernommen hat: „Ich werde nicht am Zölibat rütteln. Es ist die den Priestern angemessene Lebensform“. Die gegenwärtige Krise der geistlichen Berufe ist nicht eine Krise der Zahlen. Missbrauchsfälle, Priesterseminare und Klöster, die seit Jahrzehnten zu wenig Aufnahmen verzeichnen, sind nicht die eigentlichen Probleme. Das sind Symptome. Das wirkliche Problem besteht darin, dass bei vielen Christen die Liebe zum Herrn erkaltet, die Begeisterung fehlt und der Glaube verblasst ist. Der kirchliche Zölibat erinnert die ganze Kirche und auch die ganze Welt an den Absolutheitsanspruch Gottes. Er ruft den Menschen die Tiefe der treuen Liebe, die sich in Jesus Christus erweist, ins Gedächtnis.

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