Bald ein linker Ministerpräsident in Thüringen?: Wen darf ein Katholik wählen?

Leser Wolfgang Kies bezeichnet sich als überzeugten Katholiken und Ramelow als aufrichtigen protestantischen Christen (DT vom 13. November). Dies wirft die Frage auf, welche Partei darf ich als überzeugter Katholik wählen, wenn ich meinen Glauben ernst nehme. Kann ich als Katholik in einer Partei eine führende Stellung einnehmen, wenn diese fundamentale Werte des Katholischen ignoriert, wie das Recht auf Unantastbarkeit des Lebens am Anfang und Ende des menschlichen Daseins. Die Frage dürfte klar mit „Nein“ zu beantworten sein. Papst Franziskus hat die Abtreibung als „abscheuliches Verbrechen“ bezeichnet. Darüber hinaus gilt in der katholischen Soziallehre das Subsidiaritätsprinzip und in der Hl. Schrift steht, „im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen“ – und nicht auf Kosten anderer. Das entbindet den Staat nicht, für gerechte Löhne zu sorgen, aber ohne Eigenverantwortung geziemt es sich auch nicht für Katholiken.

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19.09.2021, 17 Uhr
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