Aktivitäten in Polen aus Anlass des Priesterjahres: Zeugnisse von Priestern sammeln

Auch ich habe mit Interesse den Artikel in der Tagespost gelesen, in dem von den Aktivitäten in Polen aus Anlass des Priesterjahres berichtet wurde. Henny Pütt aus Paderborn hat in ihrem Leserbrief dazu Stellung bezogen (DT vom 22. August). Es wäre gewiss für so manche Priester, aber auch Vertretern aus dem Laienstand, vor allem solchen, die sich der Kirche mehr verbunden fühlen, irgendwie hilfreich, wenn Derartiges auch im deutschen Sprachraum angeregt würde. Vielleicht könnte ein Verlag eine solche Initiative ergreifen und Berichte von Priestern sammeln, wie sie ihre Berufung entdeckten und was sie in ihrem Priesterleben an Schönem, aber sicher auch Leidvollem erlebt haben. Für mich waren es vor allem fünf Heilige, die ich irgendwie als „geistige Väter“ meines Weges zum Priesterberuf ansehe, nämlich der hl. Herzog Wenzel von Böhmen, den hl. Markgrafen Leopold von Österreich, den hl. Kaiser Heinrich II., den hl. Papst Pius X. sowie auch den hl. Pfarrer von Ars, für den meine Mutter so geschwärmt hat. Dazu kommen sicher noch so manche andere Heilige, natürlich auch die hl. Muttergottes Maria, der hl. Josef, mein Ordensvater, der hl. Benedikt und natürlich nicht zuletzt mein hl. Schutzengel, der mich offensichtlich aus zahlreichen Gefahren gerettet hat. Mein Leib könnte sonst sicher schon längst unter der Erde sein. Es freut mich in diesem Zusammenhang natürlich sehr, dass der Papst heuer ausgerechnet zum Fest des hl. Wenzel nach Altbunzlau kommen wird. Er wird dort einen doppelten schönen Bilderzyklus sehen, der sicher auch gut zum heurigen Priesterjahr passt, da Eucharistie und Priestertum doch in einem sehr engen Zusammenhang stehen. Auf der einen Seite sieht man in der Kirche, die dem Andenken an seinen Märtyrertod gewidmet ist, wie er alle Arbeiten verrichtet bis zum Backen der für den Gottesdienst gebrauchten Hostien und auf der anderen Seite alle Arbeitsvorgänge für den Wein bis zum Pressen der Trauben, und in der Mitte davon sein Gebet vor dem Allerheiligsten in der Kirche. „Die Tagespost“ wird ja, wenn sie über den Besuch des Papstes berichten wird, vielleicht auch darauf Bezug nehmen.

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