Zur Meldung „Umstrittene Abtissin in Dänemark verhört“: Zahl der Schwestern ist gewachsen

Zum Beitrag „Umstrittene Äbtissin in Dänemark wird verhört“ (DT vom 22. Juni) seien einige Anmerkungen gestattet: Beinahe zwei Jahrzehnte kenne ich das Zisterzienserinnenkloster Sostrup in Dänemark, seine Schwestern und die Äbtissin. Die Anzahl der Schwestern ist in diesem Zeitraum von elf auf über dreißig angewachsen. Vor dem Eintritt in das Kloster haben manche der jungen Frauen das Abitur gemacht, andere haben studiert und/oder waren in erlernten Berufen tätig. Diese Schwestern sind freie, selbstständige und selbstbewusste Menschen; es gibt dort daher kein „autoritäres und sektiererisches Regime“, schon gar nicht „Schläge und Entmündigung“, wie in Ihrem Beitrag „Presseberichten zufolge“ weitergegeben wurde.

Von Sostrup aus wurde ein Kloster in Düsseldorf durch Entsendung von Schwestern wiederbelebt und ein Kloster in Peru (Callao-Lima) wurde neu gegründet und mit Schwestern aus Sostrup versorgt. Dies in einer Zeit, da in Europa Klöster reihenweise wegen Nachwuchsmangel zusperren müssen!

Dass kirchenferne und kirchenfeindliche Medien genussvoll Gerüchte aufgreifen, diese mit Vermutungen und mit Verleumdungen garnieren, ist zwar widerlich, aber zurzeit ein beliebtes Journalistenvergnügen. Wenn die „Tagespost“ in dieselbe Kerbe haut, ist dies ein Trauerspiel. Seit 26 Jahren lese ich die „Tagespost“, weil ich als Katholik objektive Information und theologische Weiterbildung brauche und schätze und die Beiträge von Baier, Einig, Horst und Reder immer mit Bewunderung und Vergnügen aufnehme und von ganzem Herzen bejahe. Ich würde mich freuen, wenn das so bleiben könnte.