Zur Kritik am Papstbesuch im September in Deutschland: Lasst uns froh sein und genau hinhören

Warum wird der Papstbesuch in Deutschland im September bekämpft? Der Stellvertreter Christi auf Erden hat doch nur heilsame, gute Medizin im Gepäck für unsere kranke Kirche. Warum wollen wir befreiende Wahrheiten nicht hören, indem wir ausweichen auf ein anderes, der Sache nach dringlicheres Thema: „Die Kirche wirft Geld zum Fenster raus. Warum gibt man die 30 Millionen nicht die Armen?“ – so der Tenor vieler Lesermeinungen in den Medien. So auch damals: „Hätte man das Geld (für das teure Öl) nicht den Armen geben können?“ Also immer das gleiche Ausweichmanöver, um mit den Ansprüchen Gottes nicht so hautnah konfrontiert zu werden. Jesus: „Arme habt ihr immer unter euch, mich aber habt ihr nicht immer.“ Oder auf die Frage: „Warum fasten die Jünger des Johannes, deine Jünger aber fasten nicht?“ Jesus: „Können die Jünger fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es wird eine Zeit kommen, dann werden sie fasten.“ Unübertreffbar der Anspruch Gottes, die Priorität seiner Gegenwart und seiner Direktbeziehung. Wir sind nie dispensiert von der Auseinandersetzung mit den Ansprüchen Gottes, vom Weg im liebenden Gehorsam, wenn wir glauben, nur durch Almosen schon den Himmel zu verdienen: Dabei sei der Kontakt mit Gott doch überflüssig.

In Berlin werden uns die Quellen neu gezeigt, nach Jahren heilloser Verstörung die gereinigten Quellen, aus denen auch die Liebe zu den Armen hervorgeht. Lasst uns also froh sein und dem Stellvertreter Christi zuhören. Lasst uns unsere katholische Lehre neu entdecken, die Schönheit und Notwendigkeit der Freundschaft mit Gott, die die meisten Getauften aufgegeben haben. Lasst uns spenden, aber aus Verbundenheit mit dem Gott, der die Armen liebt, die er im Himmel einmal besonders nahe bei sich haben will.

Lasst uns aber auch aus den Irrtümern der jüngsten Gesetzgebung unseres deutschen Volkes aufbrechen und mit dem Papst die geoffenbarten Wege des Heils neu entdecken und dafür dankbar sein. Möge alle gehässige Kritik verstummen. Lasst uns Jesus Christus zurückholen in unser schwerkrankes deutsches Volk, Ohne ihn sind wir bald auf Kollisionskurs mit unwillkommenen Mächten, aus dem uns nur der eine, der einzige Gott des Himmels und der Erde befreien kann.