Zur Diskussion um das Unrecht der Vertreibung: Bei den Alliierten keine Rede davon

Dem Leserbrief von Ferdinand M. Creutz vom 20. Februar „Doppelmoral und Opportunimus“ stimme ich voll zu und erlaube mir noch eine Ergänzung: In keiner der Konferenzen, die die Alliierten abgehalten haben, weder in Teheran, noch in Yalta oder gar in Potsdam, war davon die Rede, dass die Übergabe des deutschen Ostens in polnische Verwaltung und die Vertreibung von 15 Millionen Deutschen eine Strafe für deutsche Verbrechen in Polen oder der Sowjetunion sein sollten.

In keinem einzigen Protokoll wird das erwähnt. Es würde sich lohnen, einmal zu erforschen, wann und von wem diese, heute schon zum Dogma gewordene „Ursache für die Vertreibung“ erfunden wurde.