Zur Diskussion um Verteidigungsminister zu Guttenberg: Da braucht man nicht erst Papst zu sein: Ein Hoffnungsträger schwindet dahin: Der Versuch, einen gezielt zu beschädigen: Die Prüfung der Universität abwarten

Diese Doktorarbeit weitet sich zum Skandal aus. Dass die Opposition kein besseres Niveau mehr hat, verwundert dabei am allerwenigsten. Dass sich jedoch andere Politiker auf diese Schmierenkommödie einlassen, ist ein Skandal und provoziert die Frage, wieviel Raum zum Denken in Berlin und anderswo noch ausgespart ist. Offensichtlich nicht mehr viel. Sonst würde man sich allenfalls mit dem Doktorvater des Ministers beschäftigen, und den Minister endlich in Ruhe seine Arbeit tun lassen.

Für die Opposition aber hätte ich einen guten Vorschlag. Wir schicken sie in die Wüste, samt ihren Notebooks, bauen ihnen dort ein kleines Atomkraftwerk zur ausreichenden Stromversorgung und beschäftigen sie damit, sich gegenseitig ihre Doktorarbeiten durchzuscannen. Ich bin sicher, sie werden kräftig fündig werden und lange damit beschäftigt sein, und dies auch noch zum Wohle unseres Landes. Und was die Freizeitsportler, in gleicher Beschäftigung bei Google angeht, hoffe ich sehr, dass unter ihnen keiner ist, der sich zuvor beschwert hat, dass sein Gartentürchen jetzt im Internet zu besichtigen ist.

Tja, denk ich an Deutschland bei Nacht, brauche ich nicht erst Papst zu sein, um Schlafschwierigkeiten zu bekommen. Armes Deutschland. Gott schütze Dich!

Schade, schade! Eine meiner großen politischen Hoffnungen entschwindet gerade in das politische Nirwana. Es gibt nichts zu entschuldigen, obwohl die vereinigte politische Linke alle Hebel in Bewegung setzt, um über die Mediokrität hinausgehende politische Begabungen zu vernichten. Und das immer rechtzeitig vor Wahlen! Schadenfroh und heimtückisch, aber strategisch geschickt und mit langem Atem, die Linke und die SPD. Man merkt die Absicht und ist verstimmt. Als wenn der Professor aus der einst roten Kaderschmiede der Carl-von Ossietzky Uni Bremen rein zufällig auf die Plagiate gestoßen ist! Bleibt jetzt nur noch Frau Dr. von der Leyen, der man bisher – wie auch immer – nicht gewachsen ist. Vielleicht kann da der Feldzug ab morgen starten.

Schlage übrigens vor, die Doktorarbeiten der Herren Dr. Bartsch und Dr. Gysi mal eingehender unter die Lupe zu nehmen, die ja bekanntlich im sozialistischen Paradies der Gleichheit geschrieben sind. Übrigens soll das nicht als Entschuldigung für völlig unakademisches Verhalten gelten. Ein trauriger Zeitgenosse in schwierigen Zeiten.

Mit „political correctness“, einer verlogenen Vulgärideologie wird versucht, Karl Theodor zu Guttenberg Schaden zuzufügen. Es wird aber nicht gelingen, denn es gibt zurzeit in Deutschland keinen einzigen Politiker, der ihm im Hinblick auf Charakterstärke und Fähigkeiten auch nur annähernd gleichkommt.

Eine frisierte Doktorarbeit ist nicht akzeptabel. Die Schlammschlacht gegen zu Guttenberg ist es aber auch nicht. Man sollte die Kirche im Dorf, das heißt in diesem Fall die Doktorarbeit bei der Uni lassen. Die muss prüfen und das Ergebnis sollte man abwarten.