Zur Diskussion um Profil und Programmatik der Christdemokraten: Der CDU gehen immer mehr Mitglieder verloren

Schon jetzt ist klar zu erkennen, wie wenig es die Führungsspitze der CDU interessiert, dass sie Mitglieder verliert, nämlich 300 000 während der letzten zehn Jahre. Das ist unserer Meinung nach nur der Anfang einer Lawine von Austritten, die folgen wird. Wir schließen aus jener Ignoranz, dass es zum Selbstbewusstsein der Führungsschicht der CDU nicht hinzugehört, darauf Rücksicht zu nehmen, wie viele Mitglieder sie haben, solange sie an der Macht sind. Die Werte unserer dezidiert westeuropäischen Demokratie basieren aus historischer Sicht auf einem christlichen Menschenbild, welches die Führungsschicht der CDU geopfert hat. Dass sie dabei auf Dauer nicht erfolgreich sein kann, zeigt besagter Mitgliederschwund.

Stattdessen sollten wir auf die von der katholischen Kirche vertretenen Grundsätze der Sozialenzyklika Papst Benedikts XVI. vertrauen und diese Grundsätze zur Grundlage einer politischen Programmatik werden lassen.

Wir brauchen eine stille, dafür aber umso wirkungsvollere gesamteuropäische Revolution, bevor Politiker sowie Banker und andere unsere europäischen Völker, Kulturen und Ökonomien gänzlich vor die Wand gefahren haben.

Zu einer solchen Revolution gehören die konsequente Verfechtung des bürgerlichen Familienverständnisses sowie eine kompromisslose Absage an den Kollektivzwang in Erziehungs- und Bildungssystem, insbesondere aber der Mut zum Bekenntnis zur nationalen Identität und Eigenverantwortung im Verbund der Staaten eines vereinten Europas.