Zur Diskussion über Homophobie und „reproduktive Gesundheit“ : In der Tat eine Art Kulturkampf

Zu den Kommentaren „Homophobes Deutschland“ (DT vom 16. Januar) und „Nächste Runde im Kulturkampf“ (DT vom 18. Januar): Viele Medien haben das Bekenntnis des Ex-Fußballprofis Thomas Hitzlsperger zu seiner Homosexualität als wichtiges und mutiges Ereignis verkündet. Da fragt man sich: Haben diese Medien das Demografieproblem vergessen?

Ähnlich verhält es sich mit der sogenannten „sexuellen und reproduktiven Gesundheit“ (= Abtreibung als Tötung eines ungeborenen Kindes und auch Unterrichtung von Kindern im „Umgang mit Formen der sexuellen Vielfalt“), die von Sozialisten, Grünen, Liberalen und Kommunisten als „Menschenrecht“ oder „Frauenrecht“ gefordert werden und unserer Gesellschaft wie auch der anderer Völker aufgezwungen werden sollen.

Dabei übersehen die Befürworter nicht nur das oben angeführte Problem, sondern deuten auch die Begriffe „Menschenrecht“ und „Freiheit“ in ihrem Sinn um. Denn ein Menschenrecht muss für alle Menschen, nicht nur für abtreibungswillige Frauen, Geltung haben, und die Freiheit ist gerechterweise nie unbegrenzt, wie wir an zahlreichen Missbräuchen in der Vergangenheit und Gegenwart wie Krieg, Abhöraktionen der NSA, wirtschaftliche Ausbeutung von Menschen, Ländern und so weiter sehen können.

Wir befinden uns in der Tat in einem „Kulturkampf“, in dem eine kleine Gruppe von Ideologen (oder sind es Egoisten?) versucht, ihre Forderungen durchzusetzen und unsere Gesellschaft in ihrem Sinne umzuwandeln und umzuerziehen. Dabei dienen ihnen die erwähnten Umdeutungen und Parolen wie „Diskriminierung“ und „Homophobie“, mit denen andere Ansichten angegriffen werden, als Argumente.

Wie kann sich unsere Gesellschaft dagegen schützen? Indem vor allem wir Christen uns dieser Auseinandersetzung stellen, die hier verwendeten Begriffe und ihre Sachverhalte klar – auch in ihren Auswirkungen – durchdenken und beurteilen.

Maßstab dafür sind unser Grundgesetz, die internationalen Abkommen zu den Menschenrechten, letztlich aber die Religion (= „Bindung“) an einen Schöpfergott und seine Gebote, die Menschen davor bewahren können, sich eine absolute Freiheit anzueignen und über das Leben anderer Menschen zu bestimmen.