Zur Debatte über die Zuwanderung von EU-Bürgern: Die schützen, die wirklich bedürftig sind

Die Äußerungen des Münsteraner Weihbischof Dieter Geerlings und des Geschäftsführers des Osteuropa-Hilfswerks „Renovabis“, Burkhard Haneke, (DT vom 4. Januar) mit den Ausdrücken „diskriminierend, schürt Ressentiments und Horrorszenarien“ haben mich tief erschüttert. Es steht diesen Persönlichkeiten aufgrund ihrer Funktionen nicht an, beleidigende Worte in aller Öffentlichkeit zu äußern.

Die kommunalen Gebietskörperschaften in Deutschland haben in der Zwischenzeit Schulden in Höhe von über 1,5 Billionen Euro angehäuft. Dies belastet die nachfolgenden Generationen. Ist dies verantwortlich im christlichen Sinne? In vielen kommunalen Haushalten betragen die Ausgaben im sozialen Bereich weit über 50 Prozent der Gesamtausgaben. Für infrastrukturelle Maßnahmen stehen zurzeit Mittel kaum zur Verfügung. Deshalb soll man die Hilferufe der kommunalen Gebietskörperschaften ernst nehmen. In einigen deutschen Großstädten steigt die Zahl der ausländischen Hilfsbedürftigen merklich an. Daher ist es gerechtfertigt, die korrekte Nachprüfung der Bedürftigkeit zu überprüfen, um vor allem die zu schützen, die wirklich bedürftig sind. Ist es nicht sinnvoller, in den angesprochenen Ländern vor Ort zu helfen, in der Verbesserung der Infrastruktur, der Bildung und der wirtschaftlichen Entwicklung? Meine Spende an „Renovabis“ habe ich immer in diesem Sinne getan. War dies möglicherweise falsch?