Zur Debatte über die Linkspartei und ihre Ansichten zur Kirche: Geistige und materielle Wüste hinterlassen

Zur Diskussion über die Linkspartei (u.a DT vom 11. August ): In der Ausgabe der Thüringer Allgemeine vom 6. August fragt der Vorsitzende der Landtagsfraktion der Partei Die Linke, Bodo Ramelow, ob die Kirche ein Teil der Gesellschaft sei?

Jawohl, Herr Ramelow, sie ist es! Denken Sie nur an die vielen caritativen und Bildungseinrichtungen der evangelischen und katholischen Kirche. Ohne sie wäre unsere Gesellschaft hilflos überfordert. Christliche Institutionen helfen Menschen gerade in osteuropäischen Ländern, in denen der Kommunismus eine geistige und materielle Wüste hinterlassen hat.

Dagegen können die neuen „Linken“ nur mit altbekannten Phrasen aus dem Vokabular der untergegangenen SED-Herrschaft aufwarten und glauben, mit sogenannten „antiimperialistischen Aktionen“ während des Papstbesuches im September in Erfurt ideologisches Terrain zurückerobern zu können. Die Angriffe gegen eine ihrer Meinung nach „zutiefst reaktionäre und menschenfeindliche Ideologie“ sind einfach lächerlich und durch die Geschichte längst widerlegt. Die Einstellung der katholischen Kirche zur Homosexualität, Sexualmoral, Gleichberechtigung von Frauen in der katholischen Kirche und Abtreibung wird immer wieder kritisiert, um Aversionen gegen die Kirche loszuwerden. Merkwürdig ist nur, dass diejenigen, die mit der katholischen Kirche überhaupt nichts „am Hut“ haben, sich am lautesten gebärden.

Warum also dieses Geschrei gegen den Papst, dem die „Linke“ weder moralisch noch intellektuell gewachsen ist?