Zum Streit um den Tempelberg in Jerusalem: Verneinung von Vergangenheit

Wer die Geschichte des Judentums mit Jerusalem leugnet, wie es die UNESCO tut, ist nicht nur ein Geschichtsverfälscher sondern in diesem Fall auch zutiefst ein Judenhasser. Aber dies wundert bei der UNESCO nicht im Geringsten. Bereits seit der Zeit nach dem Sechs-Tagekrieg (1967) wurden die Ausgrabungen südlich der Klagemauer im sogenannten Ophel immer wieder durch Resolutionen verurteilt.

Dabei haben die israelischen Archäologen in einem Teil prächtige Paläste unterhalb der Al Aksa Moschee aus der Epoche der Omaijaden freigelegt. Diese haben sie nicht abgetragen, obwohl in den Schichten darunter viele Funde aus der römischen und dann aus der jüdischen Epoche zu erwarten sind. In dem archäologischen Park südlich des Tempelberges kann heute der Besucher Bauwerke aus allen Epochen sehen und so die bewegte Geschichte dieses Ortes verfolgen.

Doch für die islamischen Bewegungen heute gab es nie einen jüdischen Tempel. Dies verneinen sie und behaupten, dass Abraham und Salomo Moslems gewesen seien. Es könne gar keinen jüdischen Tempel gegeben haben, da Salomo die Al Aksa Moschee schon 1 000 v. Chr.(!) erbaut hätte. Eigentlich könnte man über diesen Schwachsinn und Unkenntnis nur lachen, aber das vergeht einem total, soll doch so jeglicher Bezug jüdischen Lebens mit Israel und vor allem mit Jerusalem ausgelöscht werden.

Die Verneinung der historischen Vergangenheit des Judentums mit dem Heiligen Land ist einer der Schritte, um den Juden das Existenzrecht auch in Israel abzusprechen und das Land „judenrein“ zu machen. Denn im arabischen Raum gelten nicht nur die Juden, die im jüdischen Viertel bei der Klagemauer wohnen als „Siedler“, sondern auch jeder jüdische Bewohner Tel Avivs. Es geht also um mehr, als nur um den Streit, wie der Berg, auf dem einst jüdische Tempel standen, genannt werden.

Es geht um die Existenz des Judentums in dem Land der Bibel. Hier müssten alle aufschreien, die immer wieder versichern, dass man aus dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust gelernt habe und dass man jeden Antisemitismus bekämpfen würde. Doch davon ist weit und breit nichts zu spüren. Hier wird den Juden jeglicher historische Bezug zu Jerusalem abgesprochen und es sind fast nur jüdische Verbände, die hier protestieren. Der Aufschrei der westlichen Welt? Fehlanzeige.

Dass die arabischen Staaten die Resolution eingebracht haben, ist verständlich, wenn man den unglaublichen Judenhass in diesen Ländern anschaut. Dass aber Länder wie Frankreich dieser Resolution zugestimmt haben, zeigt, wie sehr der Islam bereits hier gesiegt hat und der Westen auf die lügnerische Propaganda hereingefallen ist. Am bedenklichsten ist allerdings, dass gerade auch die Führung der Palästinenser dem Judentum jegliche Beziehung zum Tempelberg abstreitet, wie ich das selber bei über 20 Reisen nach Israel und dem Westjordanland aufgrund meiner eigenen Studien über die Geschichte des Tempelberges immer wieder erfahren konnte. Es ist erfreulich, dass sich Ihre Zeitung dieses Themas kritisch angenommen hat!