Zum Ende des Dialogprozesses – und einem Anfang?: Der Mensch und die Kirche

Den Artikel „Was vom Dialogprozess übrig bleibt“ von Herrn Wullhorst in der „Tagespost“ vom 8. September habe ich mit großem Interesse gelesen: Vier Jahre hatte ich das Glück, im Forum „Bamberger Pastoralgespräch“ mitzuarbeiten.

Es war ein großartiges Erlebnis „Kirche“, wie circa 150 Leute so voller Begeisterung, Freude und Hoffnung an die lebendige Zukunft unserer Kirche geglaubt und dafür gearbeitet haben. Das Ergebnis der Mühe, der „Pastoralplan“, gegründet auch auf den elektrisierenden Konzilsbegriff des Aggiornamento, zeigte viele gut gangbare Wege auf, die dann die einzelnen Pfarreien, je nach Bedarf, auswählen und umsetzen konnten – durften – sollten?

Doch hier fehlte dann leider, nach meiner schmerzlichen Erfahrung, was die Sozialethikerin Professorin Marianne Heimbach-Steins betonte: „Synodalität braucht eine klare und transparente Zuständigkeit und Partizipationsregel, die eine Beteiligung gewährleisten.“ Die Pfarreileitungen waren nicht verpflichtet, diesen Pastoralplan zu beachten, obwohl das für die Gestaltung einer lebendigen, zukunftsfähigen Pfarrei dringend nötig gewesen wäre.

Wie ein roter Faden zog sich durch unsere Überlegungen dieser vier Jahre der Satz: „Sorgen und Nöte der Menschen sind auch Sorgen und Nöte der Kirche“. Wo steht heute diese Kirche? Jammern und Klagen über leer werdende Kirchen, das Desinteresse der Christen an kirchlichen Themen, die fehlende Katechese? Hier trifft der letzte Satz des oben genannten Artikels zu: „Die Prozesse der Zukunft müssen Verbindlichkeiten und Konsequenzen haben. Prozesse ohne Konsequenzen schaden mehr als sie nutzen!“!

Es macht mich sehr traurig, ja tut mir buchstäblich das Herz weh, wenn ich an die vertane Chance denke.