Zum 50. Geburtstag des Popstars Madonna: Ohne Schamgefühl keine Moral

Auf Seite eins hätte man sich den Beitrag von Stefan Meetschen „Die Abschaffung der Scham“ (DT vom 26. August) gewünscht!

„Der Verlust der Scham ist das erste Zeichen von Schwachsinn.“ Wenn Sigmund Freud damit recht hat, dann fragt man sich als Bürger dieses Landes, auf welcher Ebene des Schwachsinns wir inzwischen dank weiter Teile der Massenmedien und nicht weniger „Kulturschaffender“ angekommen sind. Der große Philosoph, Soziologe und Anthropologe Max Scheler hat aufgewiesen, welche Bedeutung Scham und Schamgefühl für den Aufbau der Moral haben. Wer Scham und Schamgefühl systematisch abbaut, untergräbt den Aufbau des Gewissens des Einzelnen und verhindert die Bildung eines sittlichen Bewusstseins in der Gesellschaft. Warum wagen wir es nicht, uns offensiver gegen solche Bestrebungen, wo immer sie auftreten, zu wehren? Ducken wir alle schon vor dem Ungeist dieses Zeitgeistes, der an so vielen Stellen sein Unwesen treibt? Scheuen wir uns, das Satanische darin zu sehen und ihm zu widersprechen? Aber: „Das Böse existiert“.

Wie gut, dass wenigstens in einer deutschen Zeitung, der „Tagespost“, auf den Beitrag einer der „Kultfiguren“ unserer Zeit, des Popstars Madonna, zur Abschaffung der Scham und damit zur Zerstörung der Grundlagen unserer Kultur hingewiesen wird.