Zölibat und priesterlicher Lebensstil: Manchmal lieber Franziskaner

Im Leserbrief „Jesus lebt den Zölibat vor“ vom 23. Februar zeigt uns Frau Dr. Agerer-Kirchhoff am Beispiel des Einen, wie wir Zölibatäre leben sollten: „ohne ... irdische Geborgenheit, ohne Streben nach Gütern, nach materieller Absicherung...“ Dafür geht es uns – in Deutschland – zu gut. Eine Frau sagte einmal: „Mir wäre euer Zölibat glaubwürdiger, wenn ich nicht bei eurem Lebensstil sagen müsste: Außer Frau und Kindern fehlt da nichts!“ Das würde sich bei einem möglichen Wegfall der Kirchensteuer erheblich ändern.

Ich nehme ja selber diesen Komfort dankbar in Anspruch, aber nicht immer guten Gewissens. Zumindest bei jedem Umzug wünschte ich, ich wäre Franziskaner.