ZdK-Chef Glück stellt sich hinter „Freiburger Handreichung“ und Limburger Domkapitel: Quo vadis, deutsche Kirche?

Der Präsident des ZdK stellt sich hinter die „Freiburger Handreichung“ und bekundet, dass mit ihr die Unauflöslichkeit der Ehe keinesfalls aufgehoben wird. Er verfällt jedoch in den allgemeinen Tenor, der die Forderung des Kommunionempfangs in den Vordergrund stellt, aber geflissentlich übersieht, dass die Handreichung an erster Stelle die Forderung stellt, dass die wiederverheirateten Geschiedenen eine Annullierung der kirchlich geschlossenen Ehe anstreben müssen, um sich den Zugang zu den Sakramenten zu erschließen. Leider fällt die „Handreichung“ dann in weiten Teilen von der kirchlichen Lehre ab, indem sie den Kommunionempfang auch ohne Annullierung in Aussicht stellt und Segnungsgottesdienste für die wiederverheirateten Geschiedenen vorschlägt. Sie ist also in sich sehr widersprüchlich und somit abzulehnen.

Mehr als befremdend ist weiterhin die Zusage Glücks der vollen Solidarität und Unterstützung dem Limburger Domkapitel und dem Priesterrat gegenüber, aus dessen Reihen sogar Kritik an der Entscheidung des Heiligen Vater geübt wurde und der Rückkehr des Bischofs nach wie vor erbitterter Widerstand geleistet wird. Er meint, dass die Übereinstimmung der Gremien in der Ablehnung des Bischofs für die weiteren Entscheidungen zur Zukunft der Diözese besonderes Gewicht haben müsse. Ist das noch barmherzig? Quo vadis ZdK? Quo vadis, deutsche Kirche?