Wütende Proteste gegen den „Marsch für das Leben“: Unzerstörbare Stärke: Bitte Vorsicht mit Anti-Berlin-Affekten

Zum Beitrag „Berliner Verhältnisse“ von Bernward Büchner (DT vom 1. Oktober): Der Hass, der den Lebensrechtlern bei de Schweigedemonstration für das Leben in Berlin von Seiten der Gegendemonstranten entgegenschlug, zeigt, was wir zu erwarten haben, wenn solche Organisationen an die Macht kommen: Sie werden, wie in einem totalitären Staat, keine andere Meinung dulden, obgleich sie lautstark Rücksichtnahme auf den eigenen Lebensstil einfordern.

Mir stellt sich die Frage: Weisen solche Reaktionen vielleicht darauf hin, dass eine gewaltfreie Schweigedemonstration für das Leben bei der Gegenseite Ängste auslöst? Wird dadurch nicht die eigene Lebensposition, die den Tod ungeborener, unschuldiger Kinder für rechtens hält, in Frage gestellt? Da kommt ohnmächtige Wut hoch auf den schweigenden Zug mit den weißen Kreuzen, der es wagt, die Unsicherheit im tiefsten Innern anzutasten. Man fühlt sich provoziert, angegriffen. Spüren die Gegendemonstranten, dass hier Kräfte für das Leben entfaltet und die Gewissen geschärft werden, die der eigenen Lebenseinstellung entgegenstehen? In den christlichen Lebensrechtlern und damit im Christentum lebt eine unzerstörbare Stärke, gegen die sich die Gegner wehren. Gott ist in den Schwachen mächtig

Herr Büchner sei darauf hingewiesen, dass es solche „Berliner Verhältnisse“ (DT vom 1. Oktober), wie beispielsweise beim „Marsch für das Leben“ deshalb gibt, weil wir in unserer nun einmal sehr großen Stadt nicht nur viele nette Menschen als Zuwanderer aufnehmen, sondern auch eine ganze Menge Spinner und politisch Durchgeknallter, mit denen sich unter anderem die Tagespostleser aus den idyllischen Teilen unseres Landes nicht mehr herum ärgern müssen.

Man kann ja mal nachfragen, wie viele von den faschistoid auftretenden Gegendemonstranten Berliner waren. Bitte also Vorsicht mit dem „Antiberlinerischen Affekt“. Es gibt hier eine ganze Menge engagierter Christen, die trotz säkularisiertem Umfeld die Fahne hochhalten.