Weitere Diskussion über den Zustand der Diözese Linz: Neue Dogmen des Mittelbaus

Dogmen halten das offenbarte Glaubensgut verpflichtend fest. In der medialen Gesellschaft gelten sie gerne als autoritäres Relikt. In derselben medialen Gesellschaft gelten dafür neue, selbstgemachte Dogmen, an denen nicht (wehe!) gerüttelt werden darf, weil eine mächtige Lobby sie mehr als ein Dogma hütet. „Konsens“ ist so ein neues Dogma des aufgeklärten Christen, dem sich Papst und Bischöfe zu beugen haben. Und der Mittelbau der Diözese Linz, sprich Dechanten, wortgewandte Priester und kirchliche Angestellte samt ihren Medien haben sich dieses Dogmas reichlich bedient. „Dialog“ ist ebenfalls so ein neues Dogma. Allerdings ist der Glaube an dieses Dogma recht durchlässig. Dechanten müssen sich nicht daran halten. Sie brauchen nicht den Dialog mit Wagner suchen, sondern nur beschließen, dass er nicht an das Dogma „Konsens“ glaubt und deshalb nicht Weihbischof werden darf. Wenn ich das in dieser Ironie schreibe, tue ich es, um dem „Mittelbau“ unserer Diözese die „schweigende Mitte“ entgegenzustellen, die nicht vergessen werden darf. Leute, die mit Kopfschütteln in Ratlosigkeit schweigen, weil sie nicht wissen, wie man gegen eine so mediale Allmacht sich äußern könnte. Mit Gebet und Kirchentreue tut sie aber mehr für die Kirche als der medial laute Mittelbau, meine ich.

Als einfacher Pfarrer leide ich unter dem Einfluss des „Anti-Rom-Bazillus“. Über die Vorgänge in unserer Diözese bin ich sehr traurig.