Standortbestimmung der Kirche in Irland: Demut, Scham, Entschädigung

Haben Sie meinen Dank dafür, dass Sie den Artikel „Gedemütigt und bußfertig“ (erschienen in „Die Tagespost“ vom 13. Juni) in Ihre Zeitung gebracht haben! Ganz besonders danke ich auch dem Autor, Professor P. Vincent Twomey, für seine klaren, eindeutigen Worte. Sie sind unbedingt notwendig.

Solches von Klerikern und Ordensleuten zu erfahren, erschreckt zutiefst. Wenn im Raum der Kirche Leben in Kindern zerstört wird, weil sie als „Unpersonen“ gelten, ist das ungeheuerlich. Wie armselig dabei noch die engstirnige Aufgeblasenheit. Ja, wir stehen „in der Gosse“ und am Pranger. Wie sehr brauchen wir die Demut und unsere Zuwendung zu diesen Armen, auch in Form einer umgehenden Entschädigung.

Am liebsten würde ich als Katholikin jedem von ihnen die Hand drücken, um ihnen zu sagen, wie sehr ich mich schäme. Mir kommt jetzt ein Satz von Klaus Berger in den Sinn: „Alle Glaubwürdigkeit hängt davon ab, ob die Jünger und Jüngerinnen Jesus im Zeugnis unter Beweis stellen. Geschieht das nicht, so können die ,anderen‘ nicht glauben.“