Sind die Weltjugendtage zu spirituell, zu konservativ, zu päpstlich?: „Das muss überwunden werden“

Der Sekretär des Päpstlichen Rates für die Laien, Bischof Josef Clemens, bezeichnet die Weltjugendtage für einige (WJT-Teilnehmer) als zu spirituell, zu konservativ oder zu päpstlich. In der DT wird er mit dem Ausspruch zitiert: „Das muss überwunden werden“.

Sicher meint er hier den (falschen) Eindruck derjenigen WJT-Teilnehmer, die vielleicht mehr eine weltliche Mega-Party, denn ein christlich geprägtes Glaubensfest junger Christen erwarten. Sicher meint er aber nicht, dass dieser Eindruck (zu spirituell, zu konservativ oder zu päpstlich) wirklich zutreffend sei. Vielleicht wollte er damit eine indirekte Bitte ausdrücken, die Jugendlichen besser auf das vorzubereiten, was der WJT beabsichtigt und wofür er steht: „ die Erfahrung der weltweiten Kirche und die Wiederentdeckung der Taufe, die Jugendliche zu Missionaren macht“, so Bischof Clemens selbst.

Wenn der Bundespräses des BDKJ Simon Rapp laut Verfasser des Artikels in die gleiche „Kerbe schlug“, indem er die teilweise einseitigen Katechesen der Bischöfe (ohne Diskussionsmöglichkeit) beklagt und bemängelt, dass die Abschlussmesse mit dem Papst – im Gegensatz zu allen anderen Veranstaltungen im Rahmen des WJT – sehr „hochliturgisch daherkomme“, so lässt das auf einen völlig anderen Geist schließen.

Rapp ist Unterzeichner der Pfingsterklärung von Augsburg (20. Mai 2010). Nun zeigt er, dass er nicht nur gegenüber einem Bischof, sondern auch gegenüber dem Papst wenig Loyalität besitzt. An der Stelle des Bundespräses des BDKJ mit seinem Einfluss auf die katholischen Jugendverbände dürfte dieser Mann untragbar sein.