Sexueller Missbrauch und Attacken gegen die Kirche: Die Dinge nicht vermengen

Zum Leserbrief „Ärgerliche Thesen“ von Pater Bernd Hagenkord SJ von Radio Vatikan (DT vom 7. April), mit dem er auf den Artikel von Marcello Pera „Schlammspritzer auf die weiße Soutane“ (DT vom 30. März) reagiert hat:

Zwar erwähnte Herr Pera die pädophilen und homosexuellen Priester in einem Satz, aber er „rührt“ sie nicht „ineinander“. Des ungeachtet ist der Abstand zwischen beiden oft nicht allzu groß. Nicht umsonst wurde in der Vergangenheit immer wieder verhandelt, ab welchem Lebensjahr „Knabenliebe“ strafbar sei.

Natürlich gibt es echte Opfer pädophiler Priester. Es gibt aber auch echte Opfer übler Verdächtigungen. Auch sie dürften wohl das Recht haben, zu reden oder zu schweigen. Und wenn Pater Hagenkord schon redet, dann soll er auch präzise sein. Nicht „die Kirche“ in Berlin hat die „Frage“ losgetreten, sondern Pater Mertes, der mit dem Bekenntnis der Missbrauchsfälle gleichzeitig „der Kirche“ Homophobie vorwarf. Wenn das keine Vermengung ist!