Polnische Kulturgüter gingen im Krieg verloren: Wiedersehen im Londoner Kunsthandel

Niemand bestreitet, dass Polen durch den Zweiten Weltkrieg unendlich viele Kulturgüter eingebüßt hat (DT vom 22. Februar, Seite. 6). Es darf aber auch daran erinnert werden, dass es durch die Annexion der deutschen Ostprovinzen auch unendlich viele Kulturgüter erhalten hat:

Tausende von Museen, Kirchen und Schlössern, viele voller Kulturgüter, private und öffentliche Bibliotheken und nicht zu vergessen die bis heute nicht zurückgegebenen, nach dem schlesischen Kloster Grüssau ausgelagerten Bestände Berliner Archive.

Bei weitem nicht alles, was bei Flucht und Vertreibung zurückbleiben musste, wurde durch Kampfhandlungen oder Plünderungen zerstört. Für manchen Heimatvertriebenen gab es schon im Warschauer oder Londoner Kunsthandel ein wehmütiges Wiedersehen mit seinem 1945 verlassenen Eigentum.